
Geburtstherapie
Dass Babys tief beeinflusst werden durch ihre Geburtserfahrungen, und dass diese Erlebnisse eine tiefgründige und nachhaltige Konsequenz für das weitere Leben haben, ist – in meiner eigenen Erfahrung – eine Realität, welche ich vorbehaltlos anerkenne.
Babys sind tief verankert in ihrer Körper-Erfahrung, die unmittelbar und lebendig ist. Sie haben (noch) keine Konzepte oder soziale Gepflogenheiten, die sie ablenken. Sie drücken ohne Hemmung aus, was sie fühlen. Wir nennen das «Baby-Körpersprache», die ein ganzes Repertoire umfasst von strahlender Freude bis hin zu intensivster Verzweiflung.
Es ist sehr gut dokumentiert, dass Babys blühen und gedeihen mit Empathie. Sie antworten auf Gesichtsmimik und Stimmen. Weniger gut bekannt ist, dass das Baby neben dem Ausdruck von Bedürfnissen im Jetzt (Hunger, Durst, volle Windeln, kalt/warm, müde, etc.) auch ein grosses Bedürfnis hat, dass wir ihm zuhören und mit Empathie antworten auf Erfahrungen von der Geburt und in der Gebärmutter, die in seinem Körper gespeichert sind. Babys drücken ihre Erfahrungen durch Körpersprache, Körpersignale und durch Weinen aus, welches nicht mit gegenwärtigen Bedürfnissen (Hunger, Durst, volle Windeln, kalt/warm, müde, etc.) in Bezug steht. Babys erzählen ihre Geschichte.
Bei der Arbeit mit Säuglingen sind Achtsamkeit und Langsamkeit oberste Prinzipien. Es ist mir dabei ein grosses Anliegen, dass sich die Eltern und das Baby stets wohl und sicher fühlen.
Schreiattacken, Koliken, Schlaf- und Verdauungsstörungen oder Stillschwierigkeiten können Anzeichen beim Baby sein, dass noch Belastungen und unverarbeitete Erfahrungen aus Erlebnissen während der Geburt in seinem System festsitzen.
Um Mütter, Eltern und ihre kleinen Babys individuell und ganzheitlich zu begleiten, verbinde ich mein ganzes Wissen als Bindungsanalytikerin, als und prä-, peri- und postnatale Geburtstherapeutin sowie als Traumatherapeutin in unterstützenden Gesprächen, beim gemeinsamen Beobachten des Säuglings / Babys, mit indirekter resp. direkter Körperberührung sowie in prozessorientierter Begleitung.
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HINWEIS: Wenn ein sog. Schreibaby und seine Eltern zu mir kommen, sollten wir zuerst sicherstellen, dass keine körperlichen Erkrankungen da sind. Manchmal kann es sein, dass ein Baby durch den Geburtsprozess einen bisher unentdeckten Schlüsselbeinbruch erlitten hat, was natürlich sehr schmerzt. Auch eine Leistenhernie (Leistenbruch) ist möglich, auch das sehr schmerzhaft. Beispielsweise kann ein zwei Wochen altes Baby auch mal eine Mittelohrenentzündung entwickeln. All das muss natürlich fachärztlich abgeklärt werden und ist nicht Bestandteil meiner Begleitung!
Die Medizin spricht im Zusammenhang mit Schreibabys oft von einer sogenannten «Regulationsstörung». Aus unerklärlichen Gründen komme ein Baby in einen Spannungszustand und komme selbst nicht mehr raus.
Das sehe ich etwas anders. Mit meinem beruflichen Hintergrund und meiner Erfahrung widme ich mich, zusammen mit den Eltern, dem grossen Bedürfnis eines Babys, ihm zuhören und mit Empathie zu antworten auf Erfahrungen von der Geburt und in der Gebärmutter. Diese in seinem Körper gespeicherten Prägungen drückt ein Baby durch Körpersprache, Körpersignale und durch Weinen aus, welches nicht mit gegenwärtigen Bedürfnissen (Hunger, Durst, volle Windeln, kalt/warm, müde, etc.) in Bezug steht. Babys erzählen ihre Geschichte, ihre Geschichte der vorgeburtlichen Zeit sowie der Geburt. Diese erlebten, intensiven Gefühle drücken sie aus: Angst, Panik, Wut, Traurigkeit und Desorientierung.
Wenn Babys diesen Stress durch Weinen lösen können, werden ihre Körper weich(er) und sie können sich besser in ihre Körper sinken lassen und ankommen. Viele Symptome verschwinden, wenn das darunterliegende Trauma befreit wird.
WICHTIG: Eine Geburts-therapeutische Begleitung von Babys ersetzt keine ärztliche Diagnose und Behandlung durch eine Kinderärztin/einen Kinderarzt.